Teamentwicklung - thematische Skalierungen

Werte und Ordnungen

In vielen Teams wird die gemeinsame Arbeit von der Idee getragen, dass alle Teammitglieder gleichwertig bzw. gleichgestellt sind. Ein durchaus nützliches Konstrukt, das sich in vielen Arbeitszusammenhängen bewährt hat. Dieser Ansatz schafft gewissermaßen eine Beziehungsbasis, die den Zugang zu den individuellen Ressourcen eines jeden Mitarbeiters erleichtert und garantiert, dass sich jeder in gleicher Weise am Arbeitsprozess beteiligen kann.

Bei genauerer Beobachtung von Teams wird jedoch sichtbar, dass es bei allen Bestrebungen nach Gleichheit durchaus feine Unterschiede gibt. Die meisten Unterschiede liegen im Verborgenen. Diese Unterschiede lassen sich in der Regel nur schwer reflektieren und oftmals ist es auch nicht nützlich, diese aufzudecken oder gar verhindern zu wollen. Sie sind Teil einer verborgenen Organisationsstruktur des Teams und wenn alle zufrieden sind und die Ergebnisse stimmen, ist es auch nicht nötig, die ohnehin schwer kommunizierbaren Unterschiede aufzudecken.

Die Skalierungsscheibe

Beziehungs- und Kooperationsstörungen

Ein Bedarf diese zu thematisieren ergibt sich erst beim Auftreten von Beziehungs- und Kooperationsstörungen. Solche Störungen werden als offene oder verdeckte Konflikte, als Leistungsabfall oder durch diverse Entwicklungsstagnationen evident. Dann sollten relevante offizielle und inoffizielle Ordnungen und Reihenfolgen auf ihre Wirkung hin überprüft werden. Eine große Rolle spielen dann erfahrungsgemäß individuelle und kollektive Wertekonstrukte, die zwangsläufig zu Rangordnungen im Team führen und die sich als Entwicklungsblockaden identifizieren lassen.