Die Skalierungsscheibe in der Teamentwicklung
Dass Teams und Unternehmen lebendige und höchst eigensinnige Systeme sind, die sich nicht steuern lassen wie „triviale Maschinen“ (von Foerster 1995, S.59ff) ist inzwischen vielen Leitern und Teamberatern klar. Auf der Grundlage der Theorie von der operationalen Geschlossenheit und der damit verknüpften Selbststeuerung lebender Systeme (Luhmann 1984) wurden in systemischen Arbeits- und Beratungskontexten in den letzten zwanzig Jahren viele wirksame Verfahren und Methoden entwickelt, die die Selbstorganisation von Teams und Gruppen unterstützen und die oft zu einfachen und effizienten Lösungen und Entwicklungen führen.
Ein noch relativ junges Verfahren, das den Selbstlernprozess und damit die Selbstorganisation in Teams anregt, ist die Skalierungsscheibe von Natho (2005, 58ff). Diesem Verfahren wurde ein gängiges systemisches Konzept zu Grunde gelegt: Entwicklung vollzieht sich durch Unterschiede (Bateson 1999, S.582). Genau diese werden, wie an anderer Stelle1 schon ausführlich beschrieben, mit der Skalierungsscheibe reichlich produziert.

Im Rahmen von Teamberatung und Leitung ist jedoch auch die Frage zu stellen, in welche Richtung sich ein Team entwickeln soll. Welche Kompetenzen sind zu fördern? Die Arbeit mit der Skalierungsscheibe schafft eine lebendige Kommunikation im Zusammenhang mit entwicklungsrelevanten Themen im Team.