Triadisches Verstehen in sozialen Systemen

Selbstlernende Teams - wie man Teams leitet, die sich selbst leiten oder Unterschiede haben Vorrang

Dass Teams sich nicht steuern lassen wie triviale Maschinen, erfahren Teamleiter täglich. Unterschiedliche theoretische Konzepte versuchen, das Phänomen von Selbststeuerung zu erklären. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass insbesondere Unterschiede als elementare Informationseinheiten hier eine bedeutende Rolle spielen. Der Umgang mit den Unterschieden entscheidet darüber, ob Entwicklungen eher angeregt oder ob sie blockiert werden. Konkrete Vorschläge für die Anregung von Selbstlernprozessen im Team werden unterbreitet. Darüber hinaus wird die Skalierungsscheibe, ein Instrument zur Unterschiedsbildung im Team vorgestellt.

ISBN 3-9807649-3-1, ISBN 13-978-3-89670-369-9
258 Seiten
22,95 € inkl. MwSt.

Erhältlich beim Verlag Carl Auer: www.carl-auer.de, www.amazon.de, www.deutschesfachbuch.de oder in jeder guten Buchhandlung

Die Skalierungsscheibe

Zusammenfassung

Dass Teams sich nicht steuern lassen wie triviale Maschinen, erfahren Teamleiter, Supervisoren und Teamentwickler täglich in ihrer Praxis. Teams haben eine eigene Dynamik, die nur schwer von außen zu beeinflussen ist. Es gibt unterschiedliche theoretische Konzepte, die versuchen, das Phänomen von Selbststeuerung bzw. Selbstlernen zu erklären. Bei genauerer Betrachtung einiger Konzepte fällt auf, dass insbesondere Unterschiede als elementare Informationseinheiten eine bedeutende Rolle bei der Anregung von Selbststeuerungs- und Selbstlernprozessen spielen. Die Unterschiede in einem System sind damit ein wichtiger Schlüssel für die Antwort auf eine zentrale Frage, wie man Teams oder Gruppen leitet, die sich selbst leiten. Der Umgang mit den Unterschieden im Team entscheidet darüber, ob Entwicklungen eher angeregt oder ob sie blockiert werden.

Leiter selbstlernender Teams benötigen vor allem Kompetenz im Umgang mit Unterschieden und ein entsprechendes methodisches Know-how zur Unterschiedsbildung. Einige Aspekte von Selbst- und Fremdsteuerung und ihre Bedeutung für die Praxis der Teamleitung werden genauer dargelegt. Konkrete Vorschläge für die Anregung von Selbstlernprozessen im Team werden unter Berücksichtigung des Konzepts der Themenzentrierten Interaktion von R. Cohn unterbreitet. Darüber hinaus wird die Skalierungsscheibe, ein Instrument zur Unterschiedsbildung im Team, in ihrer Wirkungsweise vorgestellt.

Grundlage dieses Aufsatzes waren zwei von Frank Natho im Oktober 2005 auf der 5. wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie an der Universität Oldenburg gehaltene Referate bzw. Workshops zu den Themen: `Selbstlernende Teams - oder wie man Teams leitet, die sich selber leiten.´ und `Arbeiten mit der Skalierungsscheibe - eine Methode zur Unterstützung von Selbstlernprozessen in Teams`. Die durchgängig positiven Rückmeldungen darauf veranlassten den Autor, diesen Aufsatz in enger inhaltlicher Anlehnung an die dort gehaltenen Referaten bzw. Workshops zu gestalten.